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Prävention und Opferbegleitung für ein Leben ohne Gewalt

"Als ob ich nach Hause zurückkehren würde...“

Was haben eigentlich ökologische Anbaumethoden mit Gewaltprävention zu tun? Dies haben sich auch die peruanischen Gäste gefragt, welche an einem INTERTEAM-Austausch in Cochabamba teilnahmen...und dabei Erstaunliches erfahren. Ein Bericht von Peter Strack, Landesprogrammleiter in Bolivien.

„In der andinen Kultur ist alles paarweise“, erklärt ein junger Mann mit offenem Blick und indigenen Gesichtszügen in der Jugendstrafanstalt „Cometa“ einem Mitgefangenen. Wir befinden uns im bolivianischen Cochabamba bei der Vorbereitung zur Khoa, einem Brandopfer für Mutter Erde. „Du nimmst jeweils zwei Kokablätter für einen Wunsch: Beispielsweise wieder frei zu sein, deine Mutter in den Arm nehmen zu können..."

 

Das Ritual ist Teil eines von den Fachleuten Charlotte Silder und Héloïse Calame sowie dem INTERTEAM-Landesbüro Ende Juli organisierten einwöchigen Austauschprogrammes mit Weisen, Lehrpersonen und Jugendlichen aus dem peruanischen Cusco. Aus Nicaragua war der Landesprogrammleiter von INTERTEAM Wilfried Leupolz und aus der Geschäftsstelle in Luzern Programmassistentin Marlène Schenk anwesend.

 

Besucht wurden u.a. Agroforstparzellen oder eine Dorfschule, in der mit einem Kräuter- und Ökogarten und mit selbst gestalteten Spielen traditionelle Schutzmechanismen vor Gewalt zurückgewonnen werden. Denn INTERTEAM unterstützt Initiativen, in denen gewaltbetroffene Kinder, Jugendliche und Frauen ökologische Produktionsmethoden erlernen, gleichzeitig aber auch soziale Fähigkeiten für ein unabhängigeres und gewaltfreies Leben. Bei unserem Besuch wurde in einem der Frauenhäuser für Gewaltopfer gemeinsam mit den peruanischen Gästen unter Musikbegleitung ein Feldacker bestellt.

 

Am Ende tauschten sich unterschiedliche Institutionen auf einem Seminar zu Methoden darüber aus, wie über den Umgang mit der Natur Traumata überwunden, Gewalt vorgebeugt und Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche entwickelt werden können.

 

„Es ist als ob ich nach Hause zurückkehren würde“, flüsterte einer der Jugendlichen im Zentrum Cometa, nachdem die peruanischen Gäste den Jugendlichen Mut zugesprochen hatten. Es wurde musiziert und ein traditionelles Ritual durchgeführt, mit dem das neue Gewächshaus eingeweiht wurde; das Gewächshaus entstand unter der Leitung von Héloïse Calame. Die Jugendlichen selbst, musizierten mit selbst gebauten Panflöten, mit einem Rap-Song über einen toten Freund und einem kraftvollen traditionllen Tinku-Tanz. Tinku heisst auf deutsch „Begegnung“.  

 

Peter Strack
Landesprogrammleiter Bolivien

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