Update zur Konzernverantwortungsinitiative

NEWSLETTER
Jetzt abonnieren
und profitieren.
  • Infos zu offenen Einsätzen
  • Wissenswertes über Interteam
  • hilfreiche Tipps
  • 3 bis 4 mal jährlich
JETZT ANMELDEN

update zur Konzernverantwortungsinitiative

Schweizer Unternehmen sind verpflichtet, den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt auch bei ihren Aktivitäten im Ausland zu wahren – so lautet die Forderung der Konzernverantwortungsinitiative (KOVI) und von INTERTEAM.

 

Im Zentrum der Initiative steht die sogenannte "Sorgfaltsprüfungspflicht". Das bedeutet, dass Unternehmen überprüfen müssen, ob sie durch ihre Tätigkeiten direkt oder indirekt die Menschenrechte verletzen. In einem solchen Falle müsste das Unternehmen wirksame Gegenmassnahmen einleiten und in einem dritten Schritt transparent darüber berichten.

 

Konzernlobby setzt sich im Ständerat durch!

Mitte August hatte der Bundesrat eine äusserst unübliche Kehrtwende mitten im parlamentarischen Prozess vollzogen. Und zwar het er einen zahnlosen Gesetzesentwurf angekündigt, der Konzerne auf freiwilliger Basis einmal jährlich über ihren Umgang mit Menschenrechten und der Umwelt berichten lassen soll. Nun folgte Ende September ein weiterer Polit-Paukenschlag: Auf Drängen der Konzernlobby und des Ständerats Ruedi Noser wurde per Ordnungsantrag die Debatte über den Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative (KOVI) in der Herbstsession verhindert. Dies trotz vehementer Proteste seitens der Befürworter der Initiative und eines Briefs an den Ständerat mit über 50'000 Unterschriften innerhalb von zwei Tagen.


Die Gründe, warum die konzernnahen Ständeräte den Gegenvorschlag zur KOVI nicht wie geplant jetzt im Herbst debattieren wollten, liegen auf der Hand: Einerseits will sich so kurz vor den Wahlen mit der Initiative niemand mehr die Finger verbrennen. Andererseits schadet jede weitere Verzögerung bis zur eigentlichen Abstimmung der Kampagne, die mit knappen Ressourcen auskommen muss. Der einflussreiche Goliath, die Konzernlobby, demonstrierte in diesem ungleichen Kampf gegenüber David, der KOVI, einmal mehr seine Macht. Es bleibt zu hoffen, dass die Schweizer Bevölkerung nun umso mehr der Initiative den Rücken stärkt, damit endlich für Gerechtigkeit gesorgt und ein klares Zeichen für Menschenrechte und Umweltschutz gesetzt wird.

medienartikel