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Wie ein Messgerät Leben rettet

Die besten Geräte nützen nichts, wenn man nicht weiss, wie man sie unterhält, oder es kein passendes Werkzeug gibt. Im Sengerema-Spital im Norden Tansanias war bis vor kurzem beides der Fall. Bis der Elektroingenieur Andreas Staubli Zanini die Möglichkeit ergriff und ein wichtiges Messgerät einführte.
 

 

Wer kennt die Situation nicht: Nur noch schnell die Schraube beim lockeren Stuhlbein nachziehen, bevor der Besuch kommt. Doch der einzige Kreuzschlitzschraubenzieher im Haus ist ausgerechnet zu gross für diese Schraube. Kein Problem, wir improvisieren und lösen das Problem mit einem Schlitzschraubenzieher – fertig. Kein Wackeln mehr, dafür unschöne Kratzspuren am Stuhl; der gewaltsame Drehakt hat seinen Tribut gefordert. Und was die Schraube angeht, diese lässt sich künftig wohl weder mit Kreuz- noch mit Schlitzschraubenziehern wieder herausschrauben.

 

Ist die Konzentration hoch genug?!

Im Haushalt hat unpassendes oder fehlendes Werkzeug selten tödliche Folgen. Im Sengerema-Spital in Tansania jedoch schon. Denn dort fehlte bis vor Kurzem die Möglichkeit, den exakten Sauerstoffgehalt von rund 20 mobilen Sauerstoffkonzentratoren zu messen. Diese Geräte saugen Luft an, filtern den Sauerstoff heraus und geben diesen in einer optimalen Konzentration von 90 bis 95 Prozent wieder ab. Der überlebensnotwendige Sauerstoff wird über eine Kanüle an die Patientinnen und Patienten abgegeben.

 

Solche Geräte werden vorwiegend in Operationssälen und auf Intensivstationen eingesetzt und sind deshalb von grosser Wichtigkeit; und sollten auch regelmässig gewartet resp. kontrolliert werden. Doch dazu fehlten die Messgeräte. Deshalb lieferten diverse Geräte teilweise nur 30% Sauerstoff. Die Folgen können insbesondere für Frühgeborene tödlich sein.

 

Ein kleines Messgerät verändert alles

Im Rahmen seines Einsatzes in Tansania konnte der Elektroingenieur Andreas Staubli Zanini ein Sauerstoffmessgerät aus dem Ausland organisieren und im Spital einführen. Zusätzlich konnte Andreas für die technische Abteilung durch private Spenden diverse grundlegende Werkzeuge beschaffen: unterschiedliche Schraubenzieher, Phasenprüfer, Zangen, Schraubenschlüssel oder Sechskantschlüssel zum Beispiel. Nun existieren im Spital nicht nur ein Werkzeugkoffer und drei Werkzeugtaschen mit den allernötigsten Werkzeugen; die rund elf Personen der technischen Abteilungen erhalten von Andreas auch wertvolle Tipps und lernen, wie sie die Werkzeuge richtig anwenden und wichtige Reparaturen selber vornehmen können.

 

«Wir alle sind für die Unterstützung durch Andreas sehr dankbar. Ich möchte in der verbleibenden Einsatzzeit von ihm noch möglichst viel lernen und von seinem Wissen profitieren. Meine Ferien habe ich jedenfalls bereits auf die Zeit nach seinem Einsatz gelegt», sagt Modest Jerome, der Leiter der technischen Abteilung im Sengerema-Spital mit einem Schmunzeln.

 

Wie konnte die INTERTEAM-Fachperson dem Team von Modest Jerome sonst noch unter die Arme greifen? Erfahren Sie es jetzt auf Seite 12 in der neuen Ausgabe von

DER AUSTAUSCH 2018/1.

Modest Jerome kann mit dem neuen Messgerät nun zuverlässig den O2-Gehalt seiner mobilen Sauerstoffgeräte messen.

Das kleine Sauerstoff-Messgerät ist handlich aber sehr effektiv.

Bei Frühgeborenen kann die falsche Sauerstoffkonzentration tödliche Folgen haben.

Wegen fehlenden Werkzeugen ist es im Sengerema-Hospital schwierig, Spitalgeräte zu reparieren oder zu warten.

Andreas Staubli erklärt Modest Jerome die richtigen Einstellungen bei der Sauerstoffkonzentration.

ANDREAS STAUBLI ZANINI

Die Hauptaufgabe des Elektroingenieurs Andreas Staubli Zanini besteht darin, den neuen Leiter der technischen Abteilung des Sengerema-Spitals – ebenfalls im Norden Tansanias – zu unterstützen (Capacity Building). Dabei sollen die bereits eingeführten neuen Prozesse und Strukturen verbessert und gefestigt werden. Hierzu gehören beispielsweise regelmässige Wartungsarbeiten, systematische Reparaturen und Testabläufe, notwendige Dokumentationen, die Erstellung von Reports oder die Verwaltung von Werkzeugen. Neben dem Sengerema-Spital unterstützt Andreas Staubli Zanini auch an zwei Tagen in der Woche das Bugando-Spital in Mwanza.

 

Zum Einsatzprofil von Andreas Staubli Zanini >

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